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Wieder ein leerer Magen – durch Schulausfall fehlt Kindern und Jugendlichen das Mittagessen

Zum Wegfall des kostenlosen Mittagessens für BuT-berechtigte Schüler*innen während der Schulschließungen äußert sich Heidi Reichinnek, Mitglied der Linksfraktion im Stadtrat Osnabrück:

„Normalerweise ist das warme Mittagessen in der Schule für Schüler*innen, die Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs– und Teilhabepaket (BuT) haben, kostenfrei. Wenn jetzt Schüler*innen aufgrund des Corona-Lockdowns nicht in die Schule gehen können, ist der Wegfall des Mittagessens für die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien eine besondere Belastung. Bisher gibt es dafür keinen finanziellen Ausgleich. Mit Blick auf steigende Lebensmittelpreise, gerade für Obst und Gemüse, und die erhöhten Ausgaben für Hygieneartikel und Schutzmaßnahmen (z.B. Masken) haben Menschen mit geringem Einkommen sowieso schon genug Schwierigkeiten, um über die Runden zu kommen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sofort eine Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen, um die BuT-Mittel für die Mittagsverpflegung direkt an die Familien auszuzahlen. Dies würde eine deutliche Entlastung darstellen. Dass hier bisher weggeschaut wird, zeigt ganz klar, welchen Stellenwert die Regierung gerade Kindern aus Familien mit geringem Einkommen zuteilt. Hier wären schon lange deutlich weitreichendere Maßnahmen wie eine Kindergrundsicherung nötig.

Um dies zu kompensieren, müssen auch die Kommunen aktiv werden und prüfen, wie sie Familien unterstützen können. Das könnten Einmalzahlungen sein, die den Familien zur Verfügung gestellt werden. Hier geht es neben der finanziellen Unterstützung auch um ein solidarisches Zeichen! Eine weitere Option könnte die Lieferung der Mittagessen als Lunchbox sein. Wir wollen, dass die Verwaltung in Osnabrück diese Möglichkeiten prüft. Unsere Fraktion wird das Thema im kommenden Jugendhilfeausschuss (20.Januar) auf die Tagesordnung setzen, um den Blick auf das Problem zu lenken und möglichst zeitnah Lösungen zu finden.“